FAQ
Häufig gestellte Fragen
Alles, was Sie über ContainerGrid wissen müssen, von Plattformfähigkeiten bis zum Einstieg.
Produkt & Plattform
Was ist ContainerGrid?
ContainerGrid ist eine B2B-SaaS-Plattform und das Workflow OS für die Kreislaufwirtschaft. 2020 gegründet und in München zuhause, orchestriert ContainerGrid Stoffströme über Asset Owner (Anlagen- und Infrastrukturbetreiber), Recycler und Dienstleister hinweg: geschlossene Materialkreisläufe mit durchgängiger Chain of Custody und automatisierter Compliance-Berichterstattung. Über 70 Entsorgungs-KMU arbeiten auf dem SaaS-Track; für Enterprise-Kunden konzipiert, startet und betreibt ContainerGrid komplette Rücknahmeprogramme.
Wie unterscheidet sich ContainerGrid von einem ERP oder Traceability-Tool?
ContainerGrid ist weder ein ERP noch ein Traceability-Tool. Es ist eine neutrale Middleware zwischen Asset Ownern und Recyclern. ERPs verwalten interne Abläufe, Traceability-Tools verfolgen Herkunft; ContainerGrid automatisiert den gesamten Verwertungsablauf von der Materialerfassung über Verarbeitung und Zuordnung bis zur Lieferung zertifizierter Lose. Es integriert sich in bestehende Systeme, statt sie zu ersetzen. Kein Systemwechsel nötig. Das Virtual Material Account ist Massenbilanz-Tracking, entkoppelt vom physischen Materialfluss.
Ist ContainerGrid ein Digital-Product-Passport-Tool?
Nein. Ein DPP dokumentiert das Produkt; er bewegt es nicht, routet es nicht und betreibt keine Rücknahme. ContainerGrid ist die Middleware, die Rücknahme und Rückgewinnung über alle Beteiligten hinweg ausführt. DPP-fähige Nachweise sind eines ihrer Ergebnisse, erzeugt als Nebenprodukt des Tagesgeschäfts.
Was ist ein Virtual Material Account (VMA)?
Ein VMA ist ein laufend aktualisiertes Eigentumsregister der Materialien, die eine Organisation besitzt: Was ist es, in welchem Zustand, wo liegt es? Jeder VMA verfolgt eine konkrete Charge von der Ursprungsanlage über die Verwertung bis zum Wiedereintritt in den Markt und erfasst Verwertungsquote, Reinheitsgrad, Zertifizierungsstatus und Standort. Der Eigentümer entscheidet, wer das Material verarbeitet und wohin es allokiert wird. Darunter liefert die VMA-Engine vier Funktionen: Quality Grading, Bundling, Compliance Check und Logistikoptimierung. Das ermöglicht präzise Bilanzierung auf Materialebene, entscheidend für Scope-3-Ziele und die Integrität zirkulärer Lieferketten.
Welche Branchen bedient ContainerGrid?
ContainerGrid bedient Energie (Transformatoren, Netzinfrastruktur), Automobil (Altfahrzeuge, Batterierückgewinnung), Bau und Schiene (Materialrückgewinnung aus Infrastruktur), Verpackung (Post-Consumer-Kunststoffe) und Elektronik (WEEE-Compliance). Die Plattform unterstützt jede Anlagenklasse mit Verwertungsbedarf am Lebensende und regulatorischen Anforderungen.
Lässt sich ContainerGrid in meine bestehenden Systeme integrieren?
Ja. ContainerGrid bietet APIs für den Datenaustausch mit ERPs, Buchhaltungssoftware, Flottenmanagement, Laborgeräten und IoT-Geräten. Die Plattform ist eine Middleware, die bestehende Systeme verbindet, statt sie zu ersetzen. Die Integrationstiefe hängt vom System ab; das Technik-Team bewertet Ihre Infrastruktur beim Onboarding.
Anwendungsfälle & Compliance
Wie unterstützt ContainerGrid die WEEE-Compliance?
ContainerGrid automatisiert die WEEE-Erfassung und -Berichterstattung. Während Geräte durch Sammlung, Demontage und Verarbeitung laufen, erfasst die Plattform Verwertungsquoten, Materialarten und Compliance-Dokumentation. Jahresberichte, EPR-Bescheinigungen und Gefahrstoffnachweise entstehen automatisch aus dem einheitlichen digitalen Datensatz.
Hilft ContainerGrid bei zirkulären Rücknahmeprogrammen?
Ja, dafür ist ContainerGrid gebaut. Die Plattform gleicht Altanlagen mit Recycler-Kapazitäten ab, automatisiert die Abholplanung, verfolgt den Fortschritt in Echtzeit und erzeugt Verwertungsnachweise. Programme lassen sich auch komplett betreiben: ContainerGrid konzipiert, startet und führt den gesamten Reverse-Logistik-Fluss im Auftrag von Enterprise-Kunden.
Wie ermöglicht ContainerGrid OEMs die Verwertung am Lebensende?
ContainerGrid koordiniert geschlossene Kreisläufe für OEMs: Erfassung der Anlagen am Lebensende, transparente Materialverwertung mit zertifizierter Reinheit und Lenkung der Rezyklate in Richtung der OEM-Lieferanten. Demonstriert ist das Muster für Netzinfrastruktur: Transformatorkupfer, zurückgewonnen mit Materialnachweisen je Komponente in Netzwartungszentren. Die Neutralität der Plattform sichert faire Koordination zwischen OEMs, Recyclern und Abnehmern.
Hilft ContainerGrid bei der Chain of Custody?
Ja, die durchgängige Chain of Custody ist der Kern von ContainerGrid. Jede Materialtransformation wird als Datensatz erfasst: Eingang, Lagerung, Demontage, Prüfung, Verwertung. So entsteht eine prüffähige, unveränderliche Historie, wie sie regulatorische Compliance, Lieferkettentransparenz und Scope-3-Berichterstattung verlangen.
Ist ContainerGrid eine Brücke zur Digital-Product-Passport-Compliance (DPP)?
Ja. ContainerGrid ist selbst kein DPP-Tool, schafft aber die Datengrundlage: Es zentralisiert Verwertungsdaten wie Zusammensetzung, Herkunft, Verwertungsprozesse und Umweltkennzahlen. Diese Struktur entspricht den kommenden DPP-Anforderungen und hilft Herstellern, ihre Sorgfaltspflichten in Audits zu belegen.
Für Recycler & Dienstleister
Wie gewinnen Recycler mit ContainerGrid Rücknahmeverträge?
Recycler gewinnen mit ContainerGrid operative Transparenz und belastbare Verwertungsnachweise. Enterprise-Kunden verlangen zunehmend belegbare Nachweise, dass Verwertung zu den zugesagten Quoten erfolgt. ContainerGrid liefert das über Echtzeit-Dashboards, prüffähige Dokumentation und historische Leistungsdaten, die im Wettbewerb um Ausschreibungen den Unterschied machen.
Was leistet Recycling-Betriebssoftware?
Recycling-Betriebssoftware, eine Kernfähigkeit von ContainerGrid, zentralisiert das Auftragsmanagement, automatisiert die Kapazitätsplanung, erfasst Verwertungsnachweise in Echtzeit und verfolgt Materialausbeuten. Aus manuellen, papiergestützten Abläufen werden digitale, prüffähige Prozesse. Im Netzwerk werden über 3.800 Annahmestellen angefahren.
Hilft ContainerGrid bei der Logistikkoordination?
Ja. ContainerGrid orchestriert die Abholplanung, gleicht Sammelkapazitäten mit freien Recycler-Kapazitäten ab, optimiert Routen nach Verkehrslage und Füllständen und konsolidiert Transporte. Für Dienstleister und Transporteure heißt das weniger Leerlauf, bessere Fahrzeugauslastung und niedrigere Kosten je Abholung.
Wie vereinfacht ContainerGrid die Berichterstattung für Recycler?
Statt Berichte aus verstreuten Quellen zusammenzusetzen, erzeugt ContainerGrid Compliance- und Leistungsberichte automatisch aus dem einheitlichen digitalen Datensatz. Recycler sehen Verwertungsquoten je Materialart, Verarbeitungskosten pro Tonne, Anlagenauslastung und Verwertungsnachweise, ganz ohne manuellen Aufwand.
Erste Schritte
Wie starte ich mit ContainerGrid?
Der Einstieg ist ein 30-minütiges Gespräch über Ihre Anlagenbasis und Ziele. Für Enterprise-Programme folgt ein Scoping-Sprint von 4–6 Wochen auf Basis Ihrer Anlagen- und Recyclingdaten, mit einem kalkulierten Programmkonzept als Ergebnis; Piloten laufen typischerweise 8 bis 12 Wochen. Für Recycler und Entsorger ist der SaaS-Track sofort einsatzbereit, ohne Systemwechsel.
Wie läuft das Onboarding ab?
Das hängt vom Track ab. SaaS-Kunden starten direkt: Disposition, Abrechnung und Containermanagement werden auf den bestehenden Betrieb eingestellt, Team-Schulung inklusive, kein Systemwechsel nötig. Enterprise-Programme laufen in Phasen mit klaren Entscheidungspunkten: Der Scoping-Sprint definiert das Programm, der Pilot umfasst Workflow-Konfiguration, Daten- und API-Integration sowie Schulung, mit dediziertem Support und einem klaren Go/No-Go an jedem Gate.
Bietet ContainerGrid kostenlose Tests oder Demos an?
Ja. Qualifizierte Interessenten erhalten eine persönliche Demo. Die Demos sind umgebungsspezifisch: Die Plattform wird vorab auf Ihre tatsächlichen Abläufe und Compliance-Anforderungen eingestellt. Sie bewerten damit echte Fähigkeiten statt generischer Feature-Touren.
Was sind die zwei Produkttracks?
ContainerGrid betreibt zwei Produkttracks. Der SaaS-Track bedient Entsorgungs-KMU mit Disposition, Abrechnung und Containermanagement; über 70 Kunden arbeiten damit. Der Enterprise-Track konzipiert, startet und betreibt Rücknahmeprogramme für große Industrieorganisationen, mit der VMA-Engine für Quality Grading, Material-Bundling, Compliance-Prüfung und Logistikoptimierung.
Wie ist das Preismodell?
Die Preise hängen vom Produkttrack ab. Der SaaS-Track hat transparente Abopreise: volle Seats ab 69 Euro pro Nutzer und Monat mit Mengenrabatt ab 10 Nutzern, Field-App-Seats für Fahrer und Platz-Personal für 49 Euro, Zusatzmodule ab 49 Euro pro Monat, mit Rabatten für Jahres- und Zweijahreszahlung und ohne Lock-in. Der Enterprise-Track richtet sich nach Programmumfang und Materialvolumen; bei öffentlich geförderten Programmen kann die Nutzung für Teilnehmer kostenfrei sein. Für ein konkretes Angebot sprechen Sie uns an.
Intern überzeugen
Was passiert, wenn der Rollout nach dem Pilot ins Stocken gerät?
Der Einstieg ist genau dafür in Schritte gebaut. Jede Phase (Scoping, Pilot, Skalierung) ist eine eigene Entscheidung mit eigenem Ausstieg. Ein stockender Rollout hinterlässt Ihnen die Nachweispakete des Piloten, das Programmdesign und Ihre Daten, kein Mehrjahres-Commitment.
Werden Fahrer und Platz-Personal das wirklich nutzen?
Die Erfassungspunkte sind für die Menschen gebaut, die das Material ohnehin anfassen: Waage, Fotos, Zustand und Quality Gates passieren im bestehenden Ablauf, nicht als zusätzliche Berichtspflicht. Das Partner-Onboarding ist digital und dauert Tage; die Plattform läuft heute im Produktivbetrieb bei 70+ zertifizierten Recyclern.
Müssen wir unsere bestehenden Logistik- und Recyclingpartner ersetzen?
Nein. ContainerGrid ist Middleware für das Netzwerk, das Sie steuern. Bestehende Partner werden in Ihr Programm eingebunden; wo Lücken sind, kann das bestehende Netzwerk zertifizierter Betriebe sie füllen. Die Neutralität ist strukturell: ContainerGrid kauft und verkauft kein Material und hat kein Interesse daran, Volumen zu einem bestimmten Verarbeiter zu lenken.
Wie viel IT-Aufwand bedeutet das für uns?
Ein Programm startet ohne tiefe Integration: Web- und Mobile-Apps für das Netzwerk, kein On-Premise-Footprint. ERP- und Systemintegrationen (Stammdaten, Aufträge, Reporting-Feeds) kommen später, wenn das Programm bewiesen ist und sich die Schnittstellen lohnen. IT-Beteiligung im Pilot heißt typischerweise Review, nicht Build.
Könnten wir das nicht selbst bauen, im ERP oder auf einer Low-Code-Plattform?
Formulare und ein Register können Sie bauen. Schwer zu bauen ist der Multi-Party-Teil: Dutzende externe Unternehmen (Werkstätten, Spediteure, Recycler) in einem gesteuerten Workflow mit rollenbasierter Sichtbarkeit, mobile Erfassung an Waage und Platz, ein standardisierter Materialstamm und Nachweiserzeugung, die im Audit hält. Das ist ein Produkt, kein Projekt, und es liegt außerhalb dessen, was ERP-, Abfallwirtschafts- oder ITAD-Software abbildet; genau deshalb existiert die Kategorielücke. Der ehrliche Vergleich ist: Baukosten plus Jahre an Wartung gegen ein Programm, das in Wochen auf einer Infrastruktur startet, die bereits bei 70+ zertifizierten Recyclern läuft.
Wie steht es um Datenschutz und Sicherheit?
Die DSGVO gilt und ist vertraglich abgedeckt: Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist Teil des Engagements. Die Governance ist rollenbasiert by design: Jeder Teilnehmer sieht exakt den Ausschnitt, den seine Rolle braucht, und nichts darüber hinaus; das ist die Voraussetzung dafür, dass auch Dienstleister konkurrierender Unternehmen auf einer Plattform koexistieren. Sicherheitsdokumentation für Ihr IT-Review ist in der Scoping-Phase verfügbar.
Wem gehören die Daten, und kommen wir wieder heraus?
Ihre Programmdaten gehören Ihnen. Nachweispakete, Auftragshistorie und Materialdaten sind jederzeit in Standardformaten exportierbar, auch beim Ausstieg. Multi-Party-Governance ist eingebaut: Jeder Teilnehmer sieht nur den Ausschnitt seiner Rolle.
Ist das reif genug, um sich darauf zu verlassen?
Die Plattform läuft im Produktivbetrieb: 1 Mio.+ abgewickelte Aufträge, 3.800+ angefahrene Annahmestellen, Material standardisiert gegen 30.000+ Materialartikel auf Basis von 350.000+ Wiegescheinen. Neu ist das Programm, das Sie darauf betreiben würden; genau das entschärft der begrenzte Pilot.
Wozu verpflichten wir uns eigentlich?
Zu sequenzierten, begrenzten Schritten. Das Scoping ist zeitlich fixiert (4 bis 6 Wochen) und liefert Programmdesign und validierten Business Case. Der Pilot ist ein definierter Scope mit definierten Erfolgskriterien. Die Skalierung ist eine Entscheidung, die Sie auf Basis der Pilotdaten treffen. Konditionen werden je Programm festgelegt und liegen im Scoping-Gespräch auf dem Tisch.
Wie hält das im Audit?
Das Nachweismodell ist Chain of Custody je Übergabe: Wer hat was, wann, in welchem Zustand und Gewicht übergeben, mit Dokumentation, die am Ort des Geschehens entsteht. Auditoren erhalten ein kohärentes Nachweispaket statt zusammengebauter Tabellen. Dieselben Aufzeichnungen tragen Rezyklatanteil-Claims, Massenbilanz-Aussagen und Closed-Loop-Zertifikate.
Entsteht hier eine neue Abhängigkeit?
Eine geringere als im Ist-Zustand. Die heutige Abhängigkeit liegt bei einzelnen Brokern und undokumentierten Beziehungen. Ein gesteuertes Programm macht das Netzwerk explizit, vertraglich und portabel: Partner, Regeln und Historie sind dokumentiert, und Ihre Daten gehen mit Ihnen.
Was löst das nicht?
Die Plattform orchestriert und weist nach; sie fährt kein Material, und sie nimmt Ihnen die regulatorische Pflicht nicht ab: Die Pflicht bleibt Ihre, die Plattform liefert den Beleg. Das Programmdesign verlangt weiterhin Entscheidungen von Ihrer Seite (welche Ströme, welche Partner, welche Regeln); dafür ist die Scoping-Phase da. Und in den ersten Pilotwochen sind die Daten nur so vollständig wie die Erfassungsdisziplin der beteiligten Standorte; der Workflow macht die Erfassung zum einfachsten Weg, aber ein Rollout bleibt ein Rollout.
Noch Fragen?
Kontaktieren Sie unser Team für eine persönliche Demonstration von ContainerGrid.